JH Greifswald

Kurzfassung

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  • Pestalozzistraße 11/12; 17489 Greifswald
  • Fon: +49 3834 51690
Fazit:
Ganz starke Unterkunft
für Klassenfahrten ab Klasse 8/9.
Bestens geeignet für Studienreisen.





Empfehlenswerte und preisgünstige Herberge für Schulklassen oder auch für private Ausflüge mit oder ohne Familie.
Das Gebäude der JH liegt am südlichen Stadtrand in einer bis auf die nahe Eisenbahnstrecke ruhigen Wohngegend. Seit der umfangreichen Renovierung wird hier sehr auf Sauberkeit und Ordnung geachtet, das fällt sofort auf. Ebenso die freundlichen Mitarbeiter, welche rund um die Uhr anwesend oder erreichbar sind.
Zimmer sind über drei Etagen verteilt, hier gibt es neben den klassischen 2- bis 5-Bettzimmern und einfacher Waschgelegenheit auch noch 10 Zimmer mit Dusche und WC. In jeder Etage gibt es 4 großzügige Etagenduschen und WC.
Erdgeschoss: 4 Plätze für Rollstuhlfahrer, Speisesaal, Cafeteria, 3 Seminarräume

Die Einrichtung der Zimmer ist rein zweckmäßig einfach: Doppelstockbetten, Tisch, Stühle, Schrank, Waschbecken. Fertig. Zum Zeitpunkt des Besuchs (April 2015) gab es keinerlei Verunreinigungen an den Wänden oder Schäden am Inventar. Alles war ausgezeichnet gepflegt (bis auf die Rollos). Die Betten jedoch sind echte Geschmackssache: 3 von 7 Testpersonen empfanden sie zu hart. Wer oben liegen muss sollte Akrobat sein, denn die Leitersprossen hat der Designer dieser Möbel offensichtlich nicht selbst ausprobiert. Im Stockdunkel rausklettern macht hier keinen Spaß.
Steckdosen sind ausreichend vorhanden, im Haus kann man WLAN-Zugang kaufen.
Die Gänge sind hell und freundlich in der Farbgebung.
Auch die Außenanlagen sind liebevoll gestaltet: Neben Kinderspielplatz findet sich ein Volleyballplatz, Fußballrasen, Basketball, Drehscheibe, Tischtennisplatten.
In der Küche werden die Speisen direkt zubereitet. Das Frühstück zeigt sich reichhaltig und lecker. Brötchen werden vor Ort frisch gebacken.

Die nächste Schule ist gerade mal eine Minute entfernt :-)  Die Innenstadt erreicht man zu Fuß in etwa 10-15min. Hier gibt es umwerfend viele Kneipen und Gaststätten jeder Kategorie. Natürlich auch tausend Döner-Läden, Kino, Banken, Fischkutter und Menschentränken.
Die Stadt an sich bietet sehr viele Sehenswürdigkeiten und die starke Jugend wird bestimmt auch den einen oder anderen Kirchturm erklimmen und die Aussicht genießen.
Ältere Schüler sollten mal den Uni-Campus besuchen oder sich in einer der Studentenklubs ein Glas Limonade gönnen.
Fazinierend, umwerfend, nachhaltig und beklemmend zugleich wird der Besuch im (stillgelegten, aber noch fast kompletten) AKW Lubmin sein. Die kostenlose Führung inkl. Vortrag usw. sollte man unbedingt nutzen, das ist wahrscheinlich deutschlandweit einzigartig und hilft fachliche Hintergründe zu verstehen und die Augen zu öffnen, bevor man sich für oder gegen etwas entscheidet. Man erfährt hier alles - von den Grundlagen der Kernphysik über die Anwendungen der Kernspaltung, der historischen Entwicklung bis zu Details im Kraftwerksbau und der geschichtlichen Entwicklung. Die Führung dauert etwa 4 Stunden - nach hinten offen. Jegliche Angst vor Radioaktivität ist völlig unangebracht! Mindestalter: 14 Jahre. (Besser ab 16!)
Ebenso eindrucksvoll ist das Historisch-Technische-Museum in Peenemünde. Von Mai bis November kann man von Freest aus mit der Personenfähre über die Peene schippern und auf dem Flugplatzgelände gibt es außer Rundflügen auch noch eine Kart-Bahn.

Landkarte hier...

Dringende Ausflugsempfehlungen:
  • Greifswald-Wieck, Holzbrücke, Fischerhafen
  • Greifswald-Zentrum und Uni-Campus
  • Stralsund: Hafen, Rügendamm, Ozeaneum (Tagesausflug)
  • Lubmin: Kernkraftwerk mit Führung (Tagesausflug)
  • Insel Usedom: Peenemünde (Tagesausflug)


Text und Fotos:
Wolfgang Beer, 12.04.2015