ActiveTable auf der Osterburg

Weidaer Wochenblatt, 28.05.2016

Landtagsbesuch der 8b und 8c

Pressemitteilung
Erfurt und Greiz, den 24. Mai 2016

Gymnasiasten aus Weida besuchten den Thüringer Landtag "Es ist mir immer eine Freude, Schülerinnen und Schülern live zu zeigen, wo in Thüringen politische Entscheidungsprozesse stattfinden," freute sich Heike Taubert über den Besuch der Klassenstufe 8 aus dem Doerffel-Gymnasium Weida am 20. Mai.
Gemeinsam mit ihren Lehrern Conni Kern und Wolfgang Beer verfolgten die Schülerinnen und Schüler den Vortrag des Besucherdienstes des Landtages. Zu den Themen Wahlen, Zusammensetzung und Aufgaben des Landtages und der Abgeordneten bis hin zur Entstehung von Gesetzen wurde das Wissen der Schüler ergänzt bevor es schließlich auf die Tribüne ging. Eine Stunde verfolgten sie dort die Plenardebatte.
Im Sitzungssaal der SPD-Landtagsfraktion stellte sich Heike Taubert im Anschluss den vielfältigen Fragen der Schüler. Angefangen bei der Frage, ob sich den Minister selbst aussuchen können, welches Ministerium sie leiten wollen bis hin zur notwendigen Qualifikation für diese Aufgabe, wollten die Achtklässler allerhand wissen. Einige Fragen hatten die Eltern ihren Kindern mit auf den Weg nach Erfurt gegeben. Wieso denn eine Gemeindereform so wichtig sei, wollte eine Schülerin wissen. Ihr Vater sei sehr an einer Antwort interessiert. „Es ist gut, dass ihr euch zu Hause über solche Themen unterhaltet,“ befand Heike Taubert. Als Beispiele für die Notwendigkeit einer Gemeindereform führte sie Weida und ihren Heimatort Ronneburg an. „Beide Städte haben in der Vergangenheit viele Einwohnern verloren und dieser Trend setzt sich fort. Gleichzeitig muss die Verwaltung aber dieselben Aufgaben für immer weniger Menschen erfüllen.“ Das mache die Arbeit in den Kommunen für viele Arbeitnehmer unattraktiv und lässt die Kosten für die Verwaltung pro Kopf steigen. „Wir finden immer weniger qualifiziertes Personal, das bereit ist, in kleinen Gemeinden zu arbeiten. Zudem können kleine Städte wie Ronneburg mit gerade mal noch 5200 Einwohnern bestimmte Aufgaben gar nicht erfüllen, weil die Verwaltung dafür zu klein ist.“ So sei etwa ein Kinder- und Jugendparlament wie in der Stadt Weida und die dortige Sportkoordination in Ronneburg nicht machbar, so die Abgeordnete und Ministerin.
Auf die Frage, wie sie denn zur SPD gekommen sei, blickt die gebürtige Reichenbacherin lächelnd in ihre Vergangenheit. „Die Ostpolitik unter Willy Brandt war bei uns zu Hause ein heißes Thema,“ so Heike Taubert. Es wurde viel darüber diskutiert und Willy Brandt habe mit seiner klaren Linie für eine Wiedervereinigung bei ihr großen Eindruck hinterlassen. Als sich 1989 die SDP gründete, aus der sie Thüringer SPD hervor gegangen ist, war für sie klar: „Da muss ich mitmachen.“ Sich für schwächere Menschen einsetzen, die nicht selbst für sich kämpfen können, sei ihr schon immer eine Herzensanliegen gewesen. „Darum bin ich in die Politik gegangen,“ unterstreicht sie ihre politische Richtschnur. Dass einige der Weidaer Schüler sich bereits selbst in der Kommunalpolitik engagieren, beeindruckte Heike Taubert. „Das ist super. Bleibt dran und nutzt eure Möglichkeiten, auch wenn sie begrenzt scheinen,“ lobte sie die Schüler.
„Schön, dass sie sich so lange Zeit für uns genommen hat,“ freuten sich die Schülerinnen und Schüler aus Weida, die um einige Erfahrungen und Eindrücke bereichert die Heimreise antraten.



Heike Taubert, MdL
Jürgen-Fuchs-Straße 1 · 99096 Erfurt

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